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Materialien

E-Modul

Wie steif ein Material ist — wie stark es sich unter Last elastisch durchbiegt, bevor eine bleibende Verformung einsetzt. Hoher Wert = kaum Durchbiegung, niedriger Wert = spürbar nachgiebig. Angegeben in MPa.

PLA ist mit 3500 MPa deutlich steifer als ABS (2475) und PETG (2350) — dasselbe Muster wie bei der Zugfestigkeit, nur stärker ausgeprägt. Für ASA liegt aktuell kein belastbarer Wert vor: Die einzigen verfügbaren Quellen stammen aus faserverstärkten Varianten, deren Werte sich nicht auf unverstärktes ASA übertragen lassen — wir zeigen an dieser Stelle lieber nichts als eine Zahl, die nicht stimmt. Bei einem Sturz macht der Unterschied sich direkt bemerkbar: Ein steifes Bauteil leitet die Aufprallenergie fast ungebremst an die schwächste Stelle weiter und bricht dort, ein nachgiebigeres Material biegt sich kurz durch und baut einen Teil der Energie ab. Wie bei der Zugfestigkeit gilt: Der Wert gilt für Zug in der Druckebene — quer zur Schicht liegt die tatsächliche Steifigkeit oft niedriger.

In der Praxis

Bei einer Schraubverbindung zeigt der E-Modul, wie stark das Bauteil unter der Anzugskraft sofort einsinkt — das sagt aber nichts darüber aus, ob die Vorspannung nach Wochen unter Dauerlast nachlässt (Kriechen). Kriechen hängt von Zeit und Temperatur ab, nicht vom E-Modul: PLA ist vergleichsweise steif und kriecht trotzdem stärker als viele weichere Kunststoffe — dafür bräuchte es einen eigenen Kennwert, den unser Katalog aktuell nicht abbildet. Für formstabile Vorrichtungen, Lehren und Halterungen ist ein hoher Wert (PLA) ein Vorteil, für Schnappverschlüsse und Clips, die sich wiederholt biegen sollen, dagegen ein Nachteil — dort ist ein niedrigerer E-Modul (PETG, ABS) besser geeignet.

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